Selbstverständnis

Selbstverständnis des Freiburger Diakonissenhauses

Unser Haupt: Christus

Das Freiburger Diakonissenhaus ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts. Seine Hauptaufgabe ist es, den Diakonissen, die dort leben, einen umsorgten Feierabend zu gewährleisten, indem sie gut versorgt bis zu ihrem Lebensabend ihren Glauben in Gemeinschaft und im Sinne des Evangeliums leben können. Durch das „Betreute Wohnen“ setzen wir ihr diakonisches Erbe fort und ermöglichen Frauen, Gemeinschaft zu erleben in gegenseitigem Vertrauen, in Geborgenheit und im christlichen Geiste.
In Christus erblicken wir die Liebe Gottes zu all seinen Geschöpfen und die Gottebenbildlichkeit des Menschen. Diese sind der Grund unserer Liebe zum Nächsten, die sich in Wort und Tat bezeugt. Wir verstehen uns als Teil der Evangelischen Kirche in Baden, des Diakonischen Werkes Baden und des Kaiserswerther Verbandes.

Unser Hausspruch lautet:
Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken
zu dem hin, der das Haupt ist, Christus.
(Epheser 4,15)

 

Wahrhaftig in der Liebe

Ganz im Sinne dieses Wortes sind die jungen Diakonissen in das Diakonissenhaus eingetreten. Sie verpflichteten sich bei ihrer Einsegnung ihren Dienst zu erbringen, in Gehorsam, Armut und Ehelosigkeit ganz in der Nachfolge von Jesus Christus. Eingesetzt wurden sie meist in der Krankenpflege in ihrem Diakonissenkrankenhaus und in zahlreichen Gemeinden. Auch in ihrem Ruhestand prägten und prägen sie mit dieser Haltung das Freiburger Diakonissenhaus und das Miteinander im „Betreuten Wohnen“.
Bei unserer täglichen Arbeit sehen wir die Liebe Gottes im Vordergrund. Jeder Mensch ist von Gott gewollt und geliebt, einmalig und unverwechselbar und deshalb bedingungslos wertvoll. Wir bekennen uns zum christlichen Glauben und wollen von der Öffentlichkeit auch so wahrgenommen werden. Unsere Arbeit ist geprägt durch Respekt, Offenheit, Ehrlichkeit, Toleranz und Vertrauen.

  • Gelebte Gemeinschaft prägt das Leben und die Atmosphäre in unserem Haus.
  • Gottesdienste, Andachten, seelsorgerliche Begleitung und Feste im Jahreskreis stärken das Miteinander unserer Gemeinschaft.
  • Die unterschiedlichen Lebenssituationen der uns anvertrauten Menschen werden respektiert und geschätzt. Mit ihnen entwickeln wir individuelle Perspektiven und Visionen zur Verbesserung ihrer Lebensqualität.
  • Die Menschen in unserer Einrichtung werden respektvoll und würdevoll behandelt, unabhängig von Gesundheit, Alter, Hautfarbe, Konfession, sozialem Status und individuellen Einschränkungen jedweder Art.
  • Der Verwirrtheit, Desorientiertheit und Schutzbedürftigkeit der uns anvertrauten Menschen wird mit besonderer Achtsamkeit, Empathie und Fachlichkeit begegnet.

Gemeinsam Wachsen
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter identifizieren sich mit der Einrichtung und bilden ein Team. Als motivierte und kompetente Mitarbeitende ergänzen sie einander in ihren Tätigkeiten und Fähigkeiten. Wir wünschen und fördern eine kooperative und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Durch Fortbildungen unterstützen wir unsere Mitarbeitenden. Wir achten auf die Vereinbarkeit von beruflichen und familiären Anforderungen. Im Spannungsfeld von Diakonie und Wirtschaftlichkeit sind wir herausgefordert, verantwortlich, fair und nachhaltig zu haushalten.
Wir werden auch in Zukunft das diakonische Erbe unserer Schwestern bewahren und das Anvertraute im Sinne unseres Hausspruches weiterentwickeln. Wir wollen zukünftig ermöglichen, dass – ähnlich den Diakonissen – beruflich in der Pflege tätige Menschen hier in unserem Haus gemeinschaftlich aus ihrem Glauben Kraft schöpfen für ihre alltägliche soziale Arbeit.